Torre Pighin

Der Turm, der in der Via Pighin emporragt, ist das einzige Zeugnis für die Türme, die zur Zeit des Mittelalters den Mauerring betonten. Ursprünglich war der Turm zur Stadt hin offen, da er lediglich der Verteidigung und nicht zu Wohnzwecken diente. Das Innere war in einige Etagen aus Holz unterteilt, die durch Sprossenleitern miteinander verbunden waren.
Im 18. Jahrhundert wurde im Inneren des Baus, nachdem jede militärische Bedeutung weggefallen war, die fehlende Mauer errichtet und eine Privatwohnung eingerichtet.
Im vergangenen Jahrhundert blieb das Gebäude einige Jahrzehnte lang ungenutzt, bis es in jüngerer Zeit durch Restaurierungsarbeiten wieder bewohnbar gemacht wurde.

Ehemaliges bischöfliches Palais

Die derzeitige Konfiguration des Palais geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Bekannt ist, dass der Bischof Girolamo Porcia im Jahre 1608 anordnete, das Mittelstück des Bauwerks von den Fundamenten an wiederaufzubauen und dabei im Erdgeschoss einen Laubengang mit abgeflachten Bögen vorzusehen. Die beiden seitlichen Gebäudeteile, die den Hof abgrenzen, sind wahrscheinlich das Resultat der Angleichungen von Bauten, die bereits existiert hatten. Wiederum im siebzehnten Jahrhundert restaurierte und verzierte der Bischof Carlo Labia das Palais und ließ dabei neben dem Hauptportal zur Straße hin, indem er einige Bögen des Laubengangs schließen ließ, die zweiflügelige Treppe errichten. Die kleineren seitlichen Portale lassen sich der Neuerrichtung der Einfriedung zuschreiben, die der Ingenieur Dino Stori im Jahre 1929 geplant hatte. Im Jahre 1942 zog der Bischofspalast in den neuen Sitz um und das aus dem siebzehnten Jahrhundert stammende Gebäude wurde an die italienische Zentralbank Banca d’Italia verkauft, die es für Wohnzwecke nutzte. Später veräußerte es die Bank 1978 an die Stadtverwaltung Rovigo, die 1981 einige Veränderungen vornahm, um möglich zu machen, dass es die Mittelschule und des Konservatorium Rovigo für didaktische Aktivitäten nutzen können. Mit diesen Veränderungen hat nur die Kapelle im ersten Stock, obwohl diese als Sekretariat der Schule genutzt wird, das Aussehen beibehalten, das dem Wiederaufbau des Jahres 1788 zuzuschreiben ist, wie ihn der Bischof Arnaldo Speroni degli Alvarotti wollte. Der Brunnen und die Außentreppe wurden nach Modellen der vorherigen Konstruktionen im Jahre 1986 nachgebaut.

Stadttor Sant’Agostino

Der Name stammt von der alten dem Eremitaner-Kloster angeschlossenen Kirche des Heiligen Augustinus, die einst an dieser Stelle stand und im Jahre 1772 für den Bau des neuen Diözesanseminars abgerissen wurde.
Unweit entfernt stand das Portello, zu deutsch die Pforte, die im Jahre 1824 abgerissen wurde und, wie der Name schon sagt, ein Tor mit bescheideneren Ausmaßen sein sollte.
Es sind keine Schriftstücke aufgetaucht, aus denen der Zeitpunkt der Erbauung des Tores ersichtlich ist. Sicher ist hingegen der Wiederaufbau im Jahre 1713, der dem Monument den eigentümlichen Abschluss mit gegenübergesetzten Bögen verliehen hat. Im Jahre 1983 wurde die alte inzwischen unleserlich gewordene Inschrift „Porta Divi Augustini” über der Innenfassade durch die heutige Inschrift “Porta Augustina” ersetzt.
Für den alten Mauerring waren zahlreiche Tore, zinnengekrönte Türme und kleine Garnisonstürme zum Schutz der Stadt bezeichnend und zwischen diesem Tor und dem Stadttor San Bortolo kann man den letzten Turm, der übrig geblieben ist, den Torre Pighin, bestaunen.

Kirche des Heiligen Augustinus

Die Kirche des Heiligen Augustinus wurde Ende des 16. Jahrhunderts zur Fertigstellung des bereits seit 1528 existierenden Klosters der Eremitaner-Pater der Augustiner-Kongregation Monte Ortone errichtet. Das Kloster wurde zwei Jahrhunderte später abgerissen, um Platz für das neue Diözesanseminar zu schaffen und bei dieser Gelegenheit wurde auch die Kirche umgestaltet, behielt dabei aber ihre ursprüngliche einschiffige Struktur und die schlichten harmonischen Linien, die für sie bezeichnend waren, bei. Heute wird sie Dank einer kürzlich erfolgten Restaurierung, die ihre Akustik verbessert hat, als Musik- und Konzertsaal genutzt.

Links

Webseite

Historische Fotos

Sakralbauten

AUCH WEITERHIN DIE TOUR
SPIELE ZU FUSS!